Sonstiges

Unsere Erde befindet sich derzeit in einem Zustand, für den die Wissenschaft keinen Vergleich aus der Vergangenheit kennt. Die Co2-Konzentration in der Atmosphäre ist so hoch, dass es in den vergangenen 50 Jahren zu einem Temperaturanstieg gekommen ist, der doppelt so hoch ist wie der Temperaturanstieg in den vorangegangen 100 Jahren. Der Meeresspiegel ist dramatisch gestiegen und für manche Inseln, wie zum Beispiel die Malediven droht noch dieses Jahrhundert der Untergang, wenn nicht drastisch gegengesteuert wird. Naturkatastrophen sind keine Ausnahmeerscheinung mehr, sondern stehen an der Tagesordnung: Hochwasser, Stürme etc. längst sind auch wir in Europa von den Wetterkapriolen betroffen und sehen die Auswirkungen nicht nur aus der Ferne in irgendwelchen Ländern, die regelmäßig von Orkanen und Flutkatastrophen betroffen sind.

Und eigentlich würden wir ja auch wissen wie es geht, die Umwelt zu schonen und zu schützen. Die Frage ist halt nur, reicht es aus, was der Einzelne im Kleinen tut? Und wie effektiv ist das überhaupt, wenn es große Länder wie zum Beispiel China mit dem Umweltschutz gar nicht so genau nehmen und sich aber auch gar nichts darum kümmern, ob ihre Kohlekraftwerke die Umwelt verpesten oder nicht. Die chinesische Wirtschaft boomt und bei genauerem Hinsehen bekommt man den Eindruck, dass das auch das einzige ist, was in diesem Land zählt. Die pfeifen auf die Umwelt und investieren lieber in umstrittene Projekte wie den Bau eines Kraftwerkes, für den hunderttausende Menschen zwanghaft abgesiedelt werden, weil deren Häuser im Weg sind. Nach Fertigstellung des Projektes werden diese Häuser einfach geflutet und von den Wassermassen bedeckt.

Natürlich ist nicht China allein schuld an der Umweltverschmutzung, doch während in Europa bereits ein Umdenken stattfindet, hinken viele andere Kontinente hinter her, denn auch Amerika hat in Sachen Umweltbewusstsein noch großen Aufholbedarf. Fakt ist aber auch, so lange die großen Geldlobbys bestimmen, welche Entscheidungen durchgehen und was auf Eis gelegt wird, wird sich nicht viel ändern. Leider ist es noch immer so, dass Geld die Welt regiert und die Mächtigen sich keine Gedanken über die Umwelt machen, sondern nur an ihren Profit denken. Wie kann es sonst möglich sein, dass es so langsam voran geht, bis endlich ein Auto auf den Markt kommt, dass nicht mit Benzin betrieben werden muss.  Unsere Welt ist so hochtechnisch entwickelt und gerade in diesem Bereich dauert es scheinbar ewig, bis ein Modell entwickelt wird, das markttauglich ist. Da drängt sich doch der Gedanke auf, ob es nicht einfach mangelndes Interesse ist.

Es scheint viel interessanter und gewinnbringender zu sein noch mehr Geländewägen und Luxusschlitten mit unbeschreiblich vielen Pferdestärken auf den Markt zu bringen. Obwohl sich da ja die Frage aufdrängt, wofür baut man eigentlich Autos mit mehr als 100 PS, wenn man ohnehin an jeder Ecke eine Geschwindigkeitsbegrenzung macht? Die Automobilindustrie ist mächtig und sie ist ein wichtiger Wirtschaftsmotor, also gibt auch sie den Ton an.

Auch hier muss man natürlich wieder festhalten, solche Tatsachen betreffen nicht nur die Automobilindustrie, sondern alle wichtigen Industriezweige die es weltweit gibt. Diese Industrien halten unsere Wirtschaft am Leben, sie geben Arbeitsplätze und sichern somit unsere Zukunft. Es ist also eigentlich ein Teufelskreis.

Und es stellt sich halt die Frage, ob es da sinnvoll ist, wenn man Häuselbauer in Österreich dazu zwingt, Niedrigenergiehäuser zu bauen oder Solaranlagen zu errichten. Klar kann man jetzt sagen, wenn keiner anfängt, was zu ändern, wird sich nie was bewegen. Doch es ist eben fraglich ob die Rettung der Umwelt am Rücken des kleinen Mannes ausgetragen werden muss. Braucht es nicht ohnehin größere Schritte als Fahrradfahren und Müll trennen? Muss man da nicht erstmal darüber nachdenken, warum es billiger ist, Paprika aus Holland zu importieren, der dann im Laden weniger kostet, als heimisch gezogener Paprika. Wieso es billiger ist T-Shirts aus China zu importieren, als ein T-Shirt in Österreich nähen zu lassen.

Wie kann es sein, dass wochenlange Transportwege, Verzollung etc. in Kauf genommen werden können und Waren dann trotzdem noch zu Spottpreisen im Geschäft landen können und heimische Produkte preislich weit abgeschlagen werden?

Wo liegt da der Sinn, wer denkt da über die Umwelt nach? Anscheinend niemand. Und wenn man es laut ausspricht, kriegt man Antworten wie Handelsfreiheit, globale Vernetzung etc. Alles schön und gut, doch sollten wir nicht zum Beispiel hier ansetzen, indem Transportwege verkürzt werden, indem Lohnnebenkosten in Europa so geregelt werden, dass wir im Vergleich mit Billiglohnländern konkurrenzfähig bleiben. Oder mittels Zollregulierung soviel draufschlagen, dass es sich einfach nicht mehr lohnt, die Ware in China zu kaufen.

Ideen gäbe es dazu viele, doch leider fehlen die Entscheidungen dazu, denn in der Politik wird sich daran niemand die Finger verbrennen, weil da sind auch wieder alle abhängig von der Geldlobby und bevor man sich dort unbeliebt macht, scheint es so, dass man dann doch lieber mitmacht bei dem Spiel von Geld und Macht und lieber das beste für sich selber rausholt, weil man ja ohnehin nichts ändern kann.

Fakt ist, dass trotz großer Bemühungen noch nicht wirklich viel passiert ist, um unseren Erdball zu retten. Die Hoffnung auf Veränderung ist gering, denn so lange in erster Linie der Wirtschaftsgedanke im Vordergrund des Denkens der Reichen und Mächtigen steht, kann sich einfach nichts verändern. Doch wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben und fahren in unserer kleinen Welt halt weiter fort mit Mülltrennen, Fahrradfahren und Solarenergie sammeln…..