Handwerk

In der großen Zeit der Industrialisierung hat man fast schon geglaubt, dass das Handwerk seinen Stellenwert zur Gänze verlieren wird und die Dienste von Schustern,
Schneidern oder Tischlern keine Verwendung mehr finden, weil man ohnehin immer mehr den Trend zur Wegwerfgesellschaft erkennen konnte.

Doch zum Glück gibt es auch noch Leute, die Wert auf Qualität und Handfestes vom Handwerker legen und auch bereit sind, dafür vielleicht ein bisschen mehr zu zahlen, als für die Massenware der Industrieprodukte. Das Handwerk hat seit Jahrhunderten unsere Kultur und unser Land geprägt und man sollte bei all den Einflüssen aus Amerika und China nicht auf die eigene Identität und Werte vergessen.

Es gibt aber natürlich auch noch Handwerk, das trotzdem nicht aus unseren Breiten verschwindet, sondern eher an Ansehen dazu gewonnen hat. Zu diesen Berufen zählt auf jeden Fall der des Koches. War es einige Zeit lang mal so, dass dieses Handwerk eher nicht so von Bedeutung war, ist die Attraktivität jetzt wieder sehr gestiegen. Da man wieder großen Wert auf gute Küche und exzellente Speisen legt, kann man sich als guter Koch profilieren. Jeder Jungkoch, der in diesen Beruf einsteigt, wird davon träumen, irgendwann mal in seiner Karriere mit einer Haube prämiert zu werden. Natürlich schaffen das nur wenige, doch allein das Streben danach, bringt den Gast in den Genuss von vielen köstlichen Speisen.

Ebenso in diese Kategorie fallen die Konditoren, auch hier war das Handwerk des „Kuchenbäckers“ mal nicht so attraktiv, doch nun kann man auch hier wieder einen Zulauf bei den Ausbildungsstellen verbuchen Das Handwerk des Konditors ist eine sehr kreative Arbeit und bietet dem Ausführenden viele Möglichkeiten sich zu entfalten. Für den späteren Lebensweg gibt es für ausgebildete Konditoren viele Möglichkeiten, das bedeutet diese müssen nicht für immer nur in Konditoreien beschäftigt sein. Viele große, noble Hotels oder auch Schiffe stellen eigens Konditoren ein, die dann die tollsten Kreationen für besondere Gäste fertigen und präsentieren dürfen. Wie in der Branche des Koches, hat also auch der Konditor die Gelegenheit, mit seinem Beruf auf Reisen zu gehen, wenn er dies möchte.

Das Handwerk des Friseurs war für Mädchen ja schon immer sehr interessant, obwohl es noch immer ein Handwerk ist, indem die Bezahlung eher schlecht ist. In Zeiten von TV-Sendungen wie Germany´s next Topmodel oder Deutschland such den Superstar, wird dieses Berufsbild jedoch wieder in ein ganz anderes Licht gerückt und erscheint in neuem Glanz. Denn bei all diesen Sendungen kommt der Bedeutung des Haarschnittes durch kreative Frisöre eine große Aufmerksamkeit zu.

Es wird anhand der Teilnehmer gezeigt, wie man den Typ von Menschen einzig und allein durch eine neue Frisur total verändern kann. Und natürlich träumen viele Mädchen und einige Jungen, die diesen Beruf ergreifen, irgendwann hautnah im Geschehen mit dabei zu sein und bei großen Modeschauen die Topmodels zu betreuen oder für einen Star der Leibfriseur zu werden.

Das Handwerk des Visagisten bietet die selbe Möglichkeit wie das Handwerk des Friseurs. Visagisten werden im Showbiz auch immer gebraucht, ob beim Film und Fernsehen, beim Theater oder eben auch von Laufstegschönheiten und Sängern und Tänzern. Auch hier hat man also die Chance ein wenig in die Welt des Glamours einzutauchen. Allerdings ist es natürlich Vorraussetzung das man gut ist, eigentlich besser als gut, man muss sich, wenn man sich um so eine Stellung bewirbt, schon von der Masse abheben und großes Können und großen Ehrgeiz mitbringen, um überhaupt in die engere Wahl zu kommen.

Ein Handwerk das ebenfalls weiterhin Zukunft haben wird, auch wenn es mit weniger Glamour behaftet ist, als die beiden letzten erwähnten, ist der des Optikers und Hörgeräteakustikers. Die Bevölkerung wird ja immer älter, somit steigt auch die Nachfrage an Brillen und Hörapparaten, den auch wenn die Lebenserwartung steigt, bleiben die altersbedingten Abnützungserscheinungen die gleichen. Die Nachfrage an gut ausgebildeten Handwerkern in dieser Sparte wird also in den nächsten Jahren wachsen.