Literatur

Mit Literatur kommt man meist das erste Mal in der Schule in Berührung, dann wenn der Deutschlehrer einem eine Literatur Leseliste vorlegt und verlangt, das man in einem Schuljahr 20 Bücher lesen und vor allem auch noch verstehen soll. Für manche Schüler eine Schreckensvorstellung und eine  Erfahrung von der sie sich den Rest ihres Lebens nicht mehr erholen, was bedeutet, nach Abgang von der Schule ist das Lesen eines Buches für immer gestrichen. Für den anderen Teil der jungen Menschen eröffnet sich hier eine neue Welt der Bücher.

Gerade in der Schule hat man die Chance Literatur so richtig zu erlernen, wenn Bücher durch besprochen werden und Lehrer dabei helfen, Literatur zu erfühlen und zu erdenken. Leider sind die Lehrpläne nicht so konzipiert, das es jedem Schüler ermöglicht wird seine Liebe zur Literatur in der Schulzeit zu entdecken, wenn man den Druck der Prüfungen spürt und nur Zwang darin sieht, sich damit zu beschäftigen. Doch es bleibt ja noch der Rest des Lebens um den Weg zur Literatur zu finden.

Literatur ist alles was einen zum Nachdenken anregt und was Grundlage für eine Kunstdiskussion bietet. Bekannte Literaturschriftsteller sind Hesse, Hauptmann, Kleist, Stifter etc. Sie nennt man die alten Meister, deren Bücher auch Grundlage des Lehrstoffes in der Schule sind. Natürlich gibt es aber auch moderne Literatur.

Hier wird der Bogen schon etwas weiter gespannt, was man als Literatur bezeichnen kann und was nicht. Vor allem bei den alten Meistern ist es nicht immer so leicht, herauszufinden, was der Autor in seinem Buch beschreibt und was er damit aussagen möchte.

Die Literaturgeschichte wird in einzelne Epochen unterteilt. Jede Epoche kann anders charakterisiert werden. Zum Beispiel die Romantik, in der wie man schon erkennen kann, das Gefühl im Vordergrund stand. Die Romantik entwickelte sich parallel zur Klassik. In der Epoche der Aufklärung ging es um die Vernunft, um rationales Denken und um Erziehungsideale.

Die Epoche des Biedermeiers, ist ja bekanntlich die Zeit in der man sich ins private zurückzog, es war ein Zeitalter indem man unpolitisch war, demnach handelt auch die Literatur dieser Zeit von privaten Dingen oder ergeht sich in Landschaftsschilderungen, die meist sehr detailliert waren. Das Biedermeier war nicht die Zeit der großen Helden.

Im Humanismus beschäftigte man sich mit dem Idealbild des Menschen. Es war auch die Zeit indem der Buchdruck aufkam und der Adel zu lesen begann, eine Entwicklung die der Kirche nicht gerade gefiel. Im Naturalismus begann man Dinge so zu beschreiben wie sie waren, ohne Ausschmückung und Schönrederei. Themen der Literatur waren: Verwahrlosung, Ehebruch, Gewalt etc.

In der jüngeren Literaturgeschichte findet man Nachkriegsliteratur, Frauenliteratur etc. Wie schon gesagt, heute ist die Grenze dessen, was als Literatur bezeichnet wird, weit nicht mehr so engmaschig gesteckt als früher.

Die Literatur für Kinder hat im Wandel der Zeit auch eine große Veränderung durchgemacht. Man denke nur an die Geschichten der Gebrüder Grimm, die einem nach heutigen pädagogischen Erkenntnissen regelrecht brutal und unpassend erscheinen. Menschen werden getötet, Kinder verstümmelt weil sie Daumen lutschen, Kinder sterben weil sie ihre Suppe nicht essen etc. Das alles kann man sich in aktueller Kinderliteratur nicht mehr vorstellen und man wird auch kein einziges Buch aus der aktuellen Kinderliteratur finden, dass sich auf diese Art und Weise mit erzieherischen Fragen auseinandersetzt.

Das lehrreiche, erzieherische Motiv ist in den Büchern für Kinder noch immer erhalten, doch die Art und Weise wie man es an den kleinen Leser bringen möchte, hat sich geändert und verfährt weit schonender. Doch natürlich sind auch die alten Geschichten nicht verschwunden und werden immer noch erzählt, weil sie eben doch ein Stück Geschichte und Literatur sind, die man auch an seine Kinder und Kindeskinder weitergeben möchte.